Kapitel 8: Neue Freunde

Robert wurde nach einer gefühlten Ewigkeit abgesetzt. Jemand half ihm sich aufzusetzen, anschließend konnte er auch wiedersehen.

Er sah, dass man ihm einen Stoffsack vom Kopf abgenommen hatte. Dennoch konnte Robert seine Hände nicht bewegen, sie waren hinter seinem Rücken mit etwas sehr Starrem zusammengebunden. Er blickte sich um, vor ihm sah er zwei paar Beine. Er schaute hoch und zwei Stierwesen blickten ihm entgegen. Das eine war die Frau die mit ihm geredet hatte, das andere ein riesiger Bulle.

Große Hörner schmückten seinen Kopf und er strahlte eine ehrfürchtige Aura aus. Robert guckte sich weiter um, soweit er es erkennen konnte war er zwischen einigen Steinen positioniert. Nun schaute er wieder die beiden Wesen vor sich an.

Der große begann nun mit einer tiefer grollenden Stimme zu reden. „Mein Name ist Leopold Spießkrach, ich vertrete unsere Gruppe an Stierwesen. Was suchst du hier? Der Dorfschutz lässt uns in Ruhe!“

Robert hatte Angst vor der grollenden Stimme. Er sagte nur kleinlaut, dass man ihn doch nicht entführen müsse. Leopold schüttelte den Kopf „Du durchwühlst unseren Wald und verfolgst meine Leute!“. Robert schluckte. Dieser Stier war nicht gut auf ihn zu sprechen und er wollte nicht, dass er Rot sieht.

Er musste sich verteidigen, also begann Robert zu erzählen. Alles zu erzählen, von dem Mordfall, den Spuren, dem Besuch in der Spielhalle, der Jagd durch den Wald und allem was bisher passiert war. Am Ende fügte Robert noch ein „Tut mir bitte nichts!“ hinzu. Die beiden Stierwesen sahen einander an. Schließlich antwortete die Frau Robert, dass sie friedlich seien. Ihre Gruppe verabscheute Gewalt, nur manchmal jagten sie anderen Angst ein um damit ihr Zuhause zu schützen.

Ein nächstes Mal fragte Leopold Robert nach den Gründen seines Besuches. Die grollende Stimme des Stieres dröhnte in Roberts Kopf. Er hatte seine Geschichte erzählt was wollte der Stier nun hören? Eine konkrete Anschuldigung? Die wollte Robert noch nicht abgeben. Die jetzigen Beweise führten ihn in den Wald zu den Stierwesen. Jedoch war kein Beweis eindeutig, er wollte niemanden zu Unrecht des Mordes verdächtigen.

Robert wählte seine nächsten Worte mit Bedacht. Er sagte langsam, dass die Beweise die er bisher gefunden hatte auf die Stiergruppe deuteten. Die Miene von Leopold verdunkelte sich. Er beugte sich zu Robert hinab, die beiden konnten sich nun ohne Anstrengungen in die Augen schauen. Mit ruhiger, jedoch Angst einflößender, Stimme sprach er, dass niemand von seinen Leuten jemanden umbringen würde. Leopold erhob sich wieder und fragte dann mit gewohnt grollender Stimme danach wer ermordet worden sei.

Robert antwortete ihm, nannte den Namen des Opfers und seine Tätigkeit. Leopold funkelte ihn an und knurrte leise. Anschließend lief er ein wenig umher. Nach einer Weile kam er wieder zu Robert, er wies die Frau an seine Handfesseln zu lösen. Sie kniete sich neben Robert und band vorsichtig seine Hände los. Dieser stand daraufhin auf und schaute den Stier an. Leopold sagte nun mit einer weniger bedrohlichen Stimme, dass seine Leute wirklich einen Grund hätten ihn zu ermorden. Als Robert nicht antwortete fuhr er fort.

Die Gruppe lebte schon seit Generationen in diesem Wald und das Mordopfer hatte das Vorhaben den Wald zu vernichten. Leopold schwieg kurz. Nach einigen Augenblicken sprach er weiter. Er glaubte nicht, dass seine Leute irgendetwas damit zu tun hätten, würde aber selbst gerne Klarheit haben. Er erlaubte Robert sich in ihrem Zuhause ein wenig umzuschauen. Leopold fügte hinzu, dass seine Gruppe den Wald liebte und zu vielem bereit wäre um ihn zu verteidigen.

Robert nickte und bedankte sich für die Kooperation. Der Stier deutete ihm zu folgen. Er ging hinter ihm her, das große Wesen lief in einem langsamen Tempo. Jedoch musste Robert schnell laufen um mit ihm mitzuhalten, seine kleinen Beine trugen ihn nicht so leicht fort. Sie gingen weiter durch einigen Felsformationen, nach kurzer Zeit gelangen sie in eine Art Behausung die nur durch die Felsen gebildet wurde.

Sie bildeten ein fast lückenloses Dach und schützten den Raum von allen Seiten.

Es waren einige kleinere Zelte in dem Raum aufgestellt. In der Mitte brannte ein Lagerfeuer, der Rauch stieg durch eine gegebene Öffnung in dem „Dach“ auf. Es waren etwa ein Dutzend Stierwesen zu sehen, jedes beäugte Robert kritisch als sie das kleine Wesen sahen. Ihm selbst war es auch mehr als mulmig.

Er fühlte sich schon klein, doch in Anwesenheit dieser Giganten war er fast schon mickrig. Leopold führte ihn zum Lagerfeuer, um das die meisten herumsaßen. Er deutete Robert sich zu den anderen zu setzen. Der Gnom setzte sich mit der Frau, die ihn und Leopold begleitet hatte zusammen an eine freie Stelle.

Der Gruppenführer selbst blieb stehen. Als er die Aufmerksam seiner Leute hatte begann er zu erzählen. Er berichtete über den Mordfall und den Grund der Anwesenheit des kleinen Gnomes. Die Stierwesen lauschten ihm still. Als der Mord erwähnt wurde schüttelten sie den Kopf, an der Stelle an der Leopold jedoch den Namen des Opfers erwähnte, huschte einigen ein Lächeln über ihr Gesicht. Robert sah dies, als er weiter darüber nachdachte war es seiner Meinung nach normal.

Das Mordopfer wollte ihr Zuhause zerstören, sie waren froh es zu behalten. Leopold setzte sich zu der Gruppe nachdem er seine Ansprache beendet hatte.

Die Wesen unterhielten sich über das Tagesgeschehen. Einige erzählten von ihrer Arbeit. Es waren auch die beiden Stierwesen anwesend die in Tieftor die Feuerketten aufgehängt hatten. Er erkannte auch das Stierwesen mit dem er vor wenigen Tagen nach dem Konzert geredet hatte. Die Stimmung war gut, es wurde gelacht und verschiedenen Geschichten gelauscht. Nach einiger Zeit war Robert in die Gespräche integriert, er sollte von seinem Leben in Hochgrund erzählen.

Nach einigen Erzählungen wollte der Gnom auch etwas wissen. Er fragte nach ob ihn jemand bei seinem letzten Waldbesuch verfolgt oder gejagt hätte. Der Stier mit dem Robert am Konzertabend geredet hatte bekam sofort einen betroffenen Gesichtsausdruck. Er antwortete verlegen, dass er das wohl gewesen sei. Er habe ihn mit einem Goblin aus der Spielhalle verwechselt, die wären ähnlich groß.

Besagte Goblins verteilten manchmal Gift in dem Wald. Robert nickte, bestand jedoch darauf das Goblins und Gnome sehr unterschiedlich seien. Die Stiere grinsten und auch Robert konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Er war dem Stier nicht böse, er kannte nun dessen Beweggründe. Robert fand den Aufenthalt bei den Stieren angenehm, er glaubte nicht, dass irgendjemand von ihnen für den Mord verantwortlich war.

Trotzdem fragte er ob er sich umsehen dürfte – nur zur Absicherung. Keines der Wesen hatte einen Einwand. Der Konzertstier erklärte sich bereit ihm zu helfen und herumzuführen. Die beiden standen auf, Robert lief hinter dem Stier her.

Er wurde durch Zelte geführt. Überall fand er kreisrunde Schuhe. Er fragte den Stier warum jeder diese sonderbaren Schuhe besaß. Dieser erklärte ihm, dass sie die Schuhe selbst herstellten. Einer aus ihrer Gruppe verkaufte die Schuhe auf dem Jahrmarkt. Sie brachten allerdings nicht sehr viel Geld, denn meisten waren sie nicht modisch genug. Robert nickte, also konnte jeder an diese Schuhe kommen. Für ihn war klar, dass die Schuhe die Fußabdrücke verursacht hatten, die er am Tatort gefunden hatte.

Sie schritten durch verschiedene Zelte. Robert entdeckte ansonsten nichts Verdächtiges. Die beiden gingen, nachdem sie alles durchgeschaut hatten zurück zum Lagerfeuer. Dort saß nur noch Leopold, der gedankenverloren vor sich hinstarrte. Robert setzte sich neben ihn und tippte ihn an. Leopold schaute zu ihm und fragte ob er etwas gefunden habe. Robert schüttelte den Kopf er sagte das er nichts gefunden hätte was den Anschein erwecken würde das die Stierwesen in den Mordfall verwickelt seien.

Der Gnom runzelte die Stirn, dann sagte er Leopold, dass ihn alle Beweise hierhin geführt hätten. Der Stier schaute Robert ernst an, dann sagte er: „Vielleicht möchte uns das jemand in die Schuhe schieben. Ein Motiv haben wir so gesehen ja auch. Viele in Tieftor betrachten uns außerdem als Außenseiter oder Sonderlinge.“.

Robert hatte auch schon daran gedacht, ihm kam aber noch eine weitere Frage in den Sinn. Er erkundigte sich ob jemand in der Gruppe medizinische Kenntnisse hätte. Leopold schüttelte den Kopf. Er erklärte, dass der Dorfarzt regelmäßig zu ihnen käme. Sie hatten ihn zu Verschwiegenheit überredet.

Robert fragte ihn wie viel dieser über das Dorf wusste. Leopold dachte etwas darüber nach. Dann sagte er, dass der Arzt wohl mehr als sonst ein Außenstehender über die Gruppe wusste. Robert nickte, ein ungutes Gefühl machte sich in ihm breit. Der einzige Mensch den er hier mit medizinischen Kenntnissen kannte war Dr. Bartolomäus Fink. Zusätzlich stand er in Verbindung mit der Stiergruppe. Aber welches Motiv hätte Bartolomäus den Spielhallenbesitzer zu ermorden. Er nahm sich vor mit Bartolomäus zu sprechen. Robert vertraute dem Arzt, er hatte ein Gespräch verdient bevor er ihn auch nur verdächtigte.

Als nächstes fragte Robert danach ob die Stiergruppe irgendwelche Feinde hätte. Leopold erzählte, dass der Spielhallenbesitzer der einzige Unruhestifter gewesen war. Sie hielten sich aus den meisten Konflikten heraus. Robert nickte und sein Magen knurrte.

Der Stier hielt ihm wortlos eine Schüssel mit einer Weinwurstbrühe hin. Wortlos aß er sein Essen. Es schmeckte gut, nicht so gut wie die Speisen von Herrn Schorchel aber dennoch gut. Als er aufgegessen hatte musste er gähnen.

 

Leopold bot ihm einen Schlafplatz an. Morgen würden sie ihn zurück nach Tieftor bringen. Leopold erklärte ihm, dass sie ihm wieder die Augen verbinden müssten. Natürlich zum Schutz der Gruppe. Leopold fügte grinsend hinzu, dass sie den Dorfarzt immer zu zweit tragen mussten.

Robert nickte, dann fragte er wo er schlafen dürfte. Leopold erhob sich und winke Robert hinter sich her. Dieser folgte ihm mit langsamen Schritten. Sie betraten ein leeres Zelt, nur eine Matte und ein großes Fell lagen auf dem Boden. Leopold sagte ihm der Mann der hier wohnte war wegen einer Wanderung einige Tage nicht anwesend. Leopold wünschte ihm eine gute Ruhe und verabschiedete sich von ihm. Robert legte sich hin.

Er hatte mit vielem gerechnet, mit dem ganzen hier jedoch nicht. Er hatte gedacht an diesem Tag würde er die Gelegenheit haben den Mörder zu enttarnen. Jetzt hatte er noch mehr Fragen. Vielleicht würde er im Gespräch mit Bartolomäus wieder neue Schlüsse ziehen können. Er brauchte Sicherheit. Während Robert über all das nachdachte schlummerte er immer weiter weg bis er einschlief.

Als er aufwachte hörte er Geflüster. Recht müde stand er auf und ging aus dem Zelt heraus. Dort standen Leopold und der Konzertstier. Beide begrüßten ihn. Robert grüßte zurück und fragte direkt wann er nach Hause gehen dürfte. Der Konzertstier nickte und sagte sie könnten sofort los, er selbst hatte nun in Tieftor zu arbeiten. Robert begrüßte das und dankte Leopold für die Gastfreundschaft und die Kooperation.

Leopold reichte ihm die Hand und Robert schlug ein. Die große Pranke von dem Gruppenführer umfasste die ganze Hand von Robert. Ein ulkiger Anblick.

Der Konzertstier stellte sich ihm noch als Rudi Rankenschmied vor. Rudi holte einen schwarzen Sack hervor und stülpte Robert diesen über den Kopf. Diesmal wurden seine Hände nicht gefesselt. Er fühlte wie er hochgehoben wurde.

Während des Weges redeten Rudi und Robert etwas. Der Stier erzählte ihm von seiner Frau. Der gleichen Frau der Robert im Wald begegnet war. Sie hieß Jutta Rankenschmied. Anschließend tauschten sie ihre Gedanken über den Mordfall aus. Nach einem recht weiten Weg, der beiden kurzweilig vorkam wurde Robert wieder abgesetzt. Rudi zog ihm den schwarzen Sack vom Kopf.

Robert sah sich um, sie waren am Waldrand, etwas fernab von Bartolomäus‘ Haus. Bevor Robert dorthin gehen würde, wollte er noch einmal in die Herberge. Sich einmal frisch machen, vielleicht auch etwas essen.

Er hatte Urlaub, also musste er sich auch einmal entspannen. Die beiden gingen noch ein Stück zusammen, verabschiedeten sich jedoch auf dem Jahrmarkt. Rudi erklärte Robert noch, dass er jeden Tag in der Nähe der Bühnen arbeiten würde. Für den Fall das Robert wieder einen Gesprächspartner brauchte. Dieser war dankbar Unterstützung zu haben.

Der Weg vom Jahrmarkt zur Herberge lief er schon fast automatisch. Als er vor der Herberge stand fiel ihm auf das die Feuerkette befestigt war also hatte jemand dem kleinen Pinguin geholfen.

Robert betrat die Herberge, sofort war Herr Schorchel zu sehen der immer noch bei der Dekoration war. Auch Innen hing eine Feuerkette, die anderen Lichter waren nicht mehr da, so hüllte die Feuerkette den Speiseraum in ein angenehmes Licht. Es war erst Mittagszeit daher fiel von außen noch Licht herein. Robert fand die ganze Atmosphäre sehr schön.

Als er die Treppen nach oben stieg, bemerkte er den ganzen Aufstieg Ranken die um den Handlauf geschlungen waren. Der Pinguin legte sich wirklich sehr ins Zeug. Die Herberge war nicht wiederzuerkennen.

Robert ging den Flur entlang und wollte sein Zimmer betreten. Die Tür war offen. Das ungute Gefühl das Robert die ganze Zeit hatte wurde heftiger. Er fasste reflexartig nach seinem Taschenmesser und nahm es in die Hand. Langsam schob er die Tür auf und schaute in sein Zimmer. Auf den ersten Blick konnte er nichts erkennen.

Vielleicht hatte Herr Schorchel saubergemacht und das abschließen vergessen. Robert ging in den Wohnraum, sein Herz machte einen Aussetzer. Die Schränke standen offen, der ganze Inhalt war über den Boden verteilt. Robert holte das Messer, das er umklammerte, aus der Tasche und hielt es schützend vor sich.

Er drehte sich um und schaute sich das ganze Zimmer an. Jeder Schrank war durchwühlt. Die Kleidung zertreten oder aufgerissen. Robert ahnte, nach was die Einbrecher gesucht hatten. Er fasste in seine Manteltasche, das Tagebuch und den Brief hatte er bei sich. Robert drehte sich um und ging runter. Er war in einer Art zufrieden, denn er kam dem Mörder näher und irgendwie hatte dieser es herausgefunden. Unten angekommen suchte Robert Herrn Schorchel auf. Er fand ihn an dem Tresen, den er mit Tischdecken schmückte.

Robert teilte es dem Vogel vorsichtig mit. Doch dieser flippte wie zu erwarten aus. Aufgeregt tapste er von einer Stelle zu der anderen und beteuerte immer wieder, dass dies noch nie vorgekommen sei.

Er bat seinen Gast immer wieder um Verzeihung. Robert versuchte den Pinguin zu beruhigen. Es gelang ihm nur mäßig. Herr Schorchel bot Robert sein eigenes Gästezimmer an und sagte ihm er würde sofort ein leckeres Essen als Wiedergutmachung zubereiten. Sein Spezialgericht! Der Vogel tat Robert Leid und er nahm das Essen unter der Bedingung an das sein Gastgeber mit ihm essen würde.

Herr Schorchel nickte eifrig und watschelte in die Küche. Robert schaute in die Küche und sah wie der Pinguin aufgekratzt von einer Seite zu der anderen huschte. Dabei quiekte er unverständliche Sachen. Robert mochte den Pinguin, er machte sich so viel Mühe damit seine Gäste zufrieden sein würden.

Herr Schorchel konnte gut kochen und Robert war gespannt was er als sein Spezialgericht bezeichnete. Er setzte sich an einen Tisch nahe dem Tresen. Erst jetzt bemerkte er, dass der Einbruch ihm fast egal war. Die Beweise trug er bei sich, der Einbrecher hatte nicht bekommen was er suchte. Robert hoffte, dass er nun Fehler machen würde, dann hatte er es leichter ihn zu schnappen. Mittlerweile war sich Robert sicher, er würde ihn schnappen. Er war in der Rolle drin, er fühlte sich wie ein Detektiv.

Der Pinguin kam zu Robert gewatschelt, immer noch aufgeregt. Er servierte Robert zwei Teller. Direkt huschte er zurück in die Küche, dann kam er mit einem Tablett zurück. Darauf ein weiterer Teller den er sich auf seinen Platz stellte und zwei Gläser die er ihnen beiden servierte. Herr Schorchel präsentierte Stolz sein Mahl. Es war ein Rezept aus seiner Heimat. Er deutete nur an das er weit aus dem Norden kommen würde. Er benannte nun das Gericht: Wilde Eisbärschnitzel – Allein das reichte Robert schon. Er aß für sein Leben gern panierte Gerichte -, dazu geräucherte Blutsteinnudeln und eine Soße bestehend aus gemahlener Robbenleber.

Das Essen duftete fantastisch. Robert hob sein Glas um mit seinem Gastgeber anzustoßen. Dabei erklärte dieser, dass es sich um ein Haselnussgebräu handelte. Die Gläser wurden angestoßen und beide nahmen einen Schluck. Es schmeckte gut doch Robert wollte sich nun endlich der Speise zuwenden. Der erste Bissen war einzigartig. Noch nie hatte Robert ein so abgestimmtes Gericht gegessen. Beide aßen mit Appetit, der Gnom war schnell fertig. Er konnte sich bei dem Gericht nicht zurückhalten.

Als sein Teller leer war bedankte er sich bei Herrn Schorchel für das Essen und lobte direkt dessen Qualität. Der Vogel bekam sofort gute Laune als er das hörte. Sie unterhielten sich kurz über die kulinarischen Unterschiede über die zentrale Lage hier und über die nördliche Lage aus der Herr Schorchel kam.

Der Pinguin hatte ein großes Wissen über verschiedene Esskulturen und kannte sich in fast allen Ecken aus. Nachdem sie einige Themen – hauptsächlich über panierte Speisen – abgearbeitet hatten fragte Robert den Vogel ob in dem Gästezimmer eine Dusche sei.

Herr Schorchel nickte, jedoch sagte er Robert, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Einrichtung mit Whirlpool und Luxusduschen sei. Er sprach begeistert, dass bei den Duschen überall Brausen angebracht waren. Herr Schorchel fügte hinzu, dass er die Besitzerin sehr gut kenne. Robert solle ihr sagen, dass Georg für ihn bezahlen würde.

Der Pinguin hoffte, dass dies alles als Entschuldigung reichte. Robert nickte und sagte dem Vogel, dass er noch nie so einen tollen Gastgeber hatte und sich in der Herberge sehr wohl fühlte. Herr Schorchel wurde ein wenig rot und platzte fast vor Stolz, dann bedankte er sich bei Robert und versprach ihm sein Zimmer in wenigen Tagen wieder aussehen würde als wäre es neu. Robert nickte und stand auf. Er teilte Herrn Schorchel mit, dass er nun die hochgelobten Duschen besuchen wollte. Der Pinguin nickte erfreut und verabschiedete sich von seinem Gast.

Robert verließ die Herberge und fand auch recht schnell die Einrichtung von der Herr Schorchel sprach. Er trat ein und wurde von einer hübschen Menschenfrau begrüßt. Sie war für eine Menschenfrau klein. Rote lange Haare zierten ihren Kopf und sie stellte sich ihm als Valeria Krieg vor. Robert dachte, dass sie wohl die Schwester der Kellnerin sein würde.

Er sprach davon, dass Georg ihn schicke und er für ihn bezahlen würde. Die Frau nickte und fragte was er gerne besuchen würde. Robert fragte nach den Luxusduschen und wurde anschließend in einen Umkleideraum geführt. Direkt dahinter befand sich eine große Dusche.

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